Pontiak – Ignorance Makes Me High

Letzten Freitag erschien das neue, mittlerweile 7. Album von Pontiak. Auf „Dialectic of Ignorance“ präsentiert uns die Band aus dem US-Bundestaat Virginia, bestehend aus den drei Brüdern Van, Jennings und Lain Carney, fließenden, hypnotischen und komplett entschleunigten Stonerrock.

Für ganz, ganz tolle „Ignorance Makes Me High“ hat die Band ebenfalls letzten Freitag ein Video veröffentlicht. Der Song walzt gewaltig daher und hat dazu sphärisch sanften Gesang. Was für ein Song!!!

Neben der Musik beschäftigen sich die drei mit dem Bierbrauen; sie haben 2015 ihre eigene Brauerei eröffnet. Ob das Bierbrauen Auswirkungen auf das Songwriting hatte, erklärt Gitarrist und Lead-Sänger Van wie folgt:

There’s a definite dovetail between brewing and music,… Both are creative processes that are full of immediate possibility … it’s on you as the creator to decide which path you want to take.

Pontiak: Webseite / Facebook

alt-J – In Cold Blood

Vor ca. 3 Wochen haben alt-J ein neues Album angekündigt und den ersten Song „3WW“ vorgestellt. Jetzt haben sie taufrisch den nächsten Song vorgestellt und dazu noch verkündet, dass der Releasetermin für „Relaxer“ um eine Woche auf den 2. Juni vorgezogen wird.

Der neue Song heißt „In Cold Blood“ und hat etwas mehr Drive als der erste Song. Und ne coole Orgel. Und coole Bläser. Schicker Song!

alt-J: Webseite / Facebook
Foto: Gabriel Green

Baby Strange – Motormind

Die Glasgower Baby Strange haben letztes Jahr ihr wirklich sehr gutes Debütalbum veröffentlicht. Auf dem Album befinden sich 10 großartige Punkrockhymnen. Die ersten Singles „Pure Evil“ und „Friend“, die sich auch auf dem Album befinden, hatte ich hier schon vorgestellt. „Friend“ ist übrigens schon seit langem der Klingelton auf meinem Telefon.

In diesem Sommer legt die Band nach und veröffentlicht im Juli mit „Extended Play“ eine EP mit 6 Songs. Vorbestellen kann man sie beim neu gegründeten Label Public Records.

Seit Freitag kann man den ersten Song der EP hören. „Motormind“ ist ein zweieinhalb Minuten langer Oberknaller, der für die Band typisch ist: eindringlich, melodiös, mitreißend!

Baby Strange: Facebook

Cassels – The Weight

Die Brüder Jim Beck und Loz Beck sind das Duo Cassels. Ich hatte über die beiden und ihren starken Debütsong vor etwas über drei Jahren geschrieben. Seitdem haben die beiden 2 EPs und eine Single veröffentlicht, die sich irgendwo zwischen (Art-)Punk, Indie der Marke Dinosaur Jr. und Garagenrock verorten.

Jüngst kam der Song „The Weight“ hinzu. Es ist einer von drei neuen Songs, die sich auf „Foreword“ befinden, einer Compilation, auf der sich das bisherige Schaffen der Band sowie drei neue Songs befinden werden. Cassels selber nennen „Foreword“ ihr Pre-album. Das erste ‚richtige‘ Album soll später in diesem Jahr folgen.

„The Weight“ hat fette Gitarren und einen herrlich lakonisch-zynischen Sprechgesang, in dem Jim Beck seine Unsicherheit im Zwiegespräch, deretwegen er sich häufig in Sarkasmus flüchtet, thematisiert.

„Foreword“ erscheint am 7. April auf Big Scary Monsters.

Cassels: Webseite / Facebook / Bandcamp

Dion Lunadon – Fire

Ich bekomme jeden Tag die eine oder andere Promomail mit mehr oder weniger interessanter Musik. Ich versuche tatsächlich meistens, mir das alles anzuhören und bin dabei mittlerweile spontan und recht ungeduldig. Das, was mir zugeschickt wird, muss mich in den ersten Sekunden packen, eine 2. Chance gibt es nur selten.

Dian Lunadon trudelte heute in mein Postfach und hat sofort meine Aufmerksamkeit gewonnen. Da poltern die Drums, da orgelt die Orgel, dann ist schon das Feedback da, und danach kommt die verzerrte Stimme. „Fire“ ist wunderbarer Krach auf hohem Energielevel!

Dion Lunadon war u.a. Bassist bei The D4 und bei A Place To Bury Strangers, jetzt hat er ein Soloalbum aufgenommen, welches am 9. Juni erscheinen wird und auf der Bandcampseite von Mr Lunadon vorbestellt werden kann.

Dion Lunadon: Facebook / Bandcamp
Foto: Ebru Yildiz

Knifey – Tanlines

Die Kanadier Knifey präsentieren mit „Tanlines“ den ersten Song von ihrem im September erscheinenden Album. Das aus Toronto stammende Quartett besteht aus den Musikern Phil Linton, Max Trinz, Ammar Karam, Kyle Marcovecchio.

Sie beschreiben den Song selber als ‚glorious surf-punk anthem‘, was es ziemlich gut trifft. „Tanlines“ ist mitreißend, hat die Energie der Japandroids und das schräg-garagige Feeling der Traams. Außerdem eignet sich der Song rechtzeitig zum beginnenden Frühling zum Autofahren mit offenen Fenster (und zum Fäusterecken und Mitgröhlen!).

Auf der Bandcampseite von Knifey gibt es den Song zum „name your price“-Tarif.

Knifey: Facebook / Bandcamp

Otherkin – Bad Advice

Hab ich beim letzten Mal schon geschrieben, schreib ich nochmal: keine andere Band hatte ich so oft im Blog wie Otherkin, zuletzt vor ca. 1 Jahr. Ich belgeite die Iren seit ihren Anfangstagen und hatte schon über die ersten Songs geschrieben, die es damals bei Bandcamp und Soundcloud zu hören gab (die gibt’s mittlerweile leider nicht mehr. Waren/sind super).

Bald erscheint endlich das erste richtige Full Length Album des Quartetts, die Single „Bad Advice“ erscheint offiziell Morgen (psst, kann man jetzt schon bei Bandcamp bekommen). Der Song ist gewohnt mitreißend und ein großartiges Stück Garagenpunkrock!

Otherkin: Webseite / Facebook / Bandcamp

The Vacant Lots – Night Nurse

Das New Yorker Dark Electro Psych Duo The Vacant Lots haben ein neues Album am Start. „Endless Night“ ist der Nachfolger zum 2014 erschienenen „Departure“ (das darauf enthaltene „Mad Mary Jones“ hatte ich gebloggt) und wird am am 21. April veröffentlicht.

Der erste Track, den uns die Band vorstellt, heißt „Night Nurse“, und klingt als hätten DAF und Duane Eddy in einer Fabrikhalle in New York ein Date gehabt. Die Gitarren klingen wie bei Peter Gunn (hat Fatboy Slim bei Rockafella Skank gesampelt), die Synths sind NDW/Wave und alles zusammen klingt ziemlich lässig!

The Vacant Lots: Webseite / Facebook / Bandcamp

The Coathangers – Captain’s Dead

Noch kein Jahr ist es her, dass The Coathangers ihr tolles letztes Album „Nosebleed Weekend“ veröffentlicht haben, da geben sie Pläne für eine neue EP bekannt.

„Captain’s Dead“ heißt der erste daraus vorgestellte Song, ein ziemlich cooles Midtempostück, bei dem die Strophen den Song vorantreiben und der Refrain alles etwas verschleppt.

Die EP „Parasite“ erscheint am 30. Juni auf Suicide Squeeze.

Auf ausgiebige Tour wird sich die Band auch begeben, ein paar Konzerte finden auch in Deutschland statt:

30.05.17 – Hamburg DE, Molotow
31.05.17 – Berlin DE, Cassiopeia
01.06.17 – Munich DE, Orangehouse
02.06.17 – Cologne DE, MTC

The Coathangers: Webseite / Facebook