Trust Fund – Finishing Your Dinner

Manchmal braucht es etwas Zeit. Der leicht verschrobene LoFi-Song ‚Finishing Your Dinner‘ erschien bereits vor einem Monat und ist hier schon länger als Entwurf für einen Blogeintrag gespeichert. Es ist der letzte Teil der Singles-Reihe „The Postcard Club“, in der Art Is Hard Records 2013 sechzehn Singles von diversen Künstlern als limitierte Postkarte mit Downloadcode veröffentlicht hat. Trust Fund ist der Bristoler Ellis Jones, und ‚Finishing For Dinner‘ ist mit seinen Posaunen, Trompeten und dem schrägen mehrstimmigen Gesang etwas seltsam. Und für mich mittlerweile so schön, dass ich das jetzt blogge.

Trust Fund: Facebook

Sämtliche Songs des Postcard Clubs können via Soundcloud gestreamt (und einige auch runtergeladen) werden:

Cross Wires – Stranger’s Bed & I Want To Be Your Man (Again)

Cross Wires

Das Londoner Quartett Cross Wires bringt im Februar seine neue EP ‚Assembly‘ raus. Zwei der Songs kann man via Soundcloud streamen und runterladen. Einen sehr schönen Punksound, der an z.B. die Buzzcocks erinnert, hat die Band da am Start. ‚Stranger’s Bed‘ drückt etwas mehr auf die Tube, ist sehr catchy und hält einen die ganzen knapp drei Minuten bei der Stange. ‚I Want To Be Your Man (Again)‘ hingegen ist bluresk (hui, ein Wort erfunden..soll heißen: erinnert durchaus an frühe Blur). Sehr gut!

Cross Wires haben seit 2011 bereits drei EPs veröffentlicht, einen Querschnitt mit 5 Liedern kann man für lau bei Bandcamp bekommen.

Cross Wires: Facebook / Bandcamp

Silversun Pickups – Cannibal

Silversun Pickups - The Singles Collection

Oh ja, oh ja, oh ja! Die Silversun Pickups beglücken geich zu Jahresbeginn mit einem tollen neuen Song. ‚Cannibal‘ erscheint als Single in diesen Tagen und wird ab dem 25. Januar als einziger neuer Song auch auf dem neuen Album ‚The Singles Collection‘ enthalten sein. ‚Cannibal‘ hat schräge Synthiesounds, Hammer(!)-Gitarren, ist kraftvoll und schön. Ich bin begeistert!

Silversun Pickups: Webseite / Facebook

Meine Alben des Jahres 2013

Alben des Jahres 2013

Auch wenn 2014 bereits begonnen hat, meine Lieblingsalben des Jahres 2013 möchte ich hier noch in aller Kürze vorstellen:

  1. Atoms For Peace – Amok
    Im Februar erschien eins der ersten Highlights des vergangenen Jahres. Ein Album das auf ganzer Linie überzeugt. Produktion, Arrangement, Gesang, Beats, Loops – alles aufregend, alles klasse.
  2. Traams – Grin
    Als ich das Video zu ‚Flowers‘ das erste Mal sah, wusste ich sofort, dass ich Dieses Album kaufen werde. ‚Grin‘ ist ein Spektakel! Hektisch, überdreht, verzerrt und kraftvoll kommt der Post-Punk des Trios daher.
  3. STRFKR – Miracle Mile
    Die Portlander haben ein saustarkes Popalbum veröffentlicht. Catchy as hell mit tollen Hooks und Melodien! Es bringt verdammt viel Spaß, dieses Album zu hören.
  4. Queens Of The Stone Age – …Like Clockwork
    Nach sechs Jahren Pause ein neues Album. Und es ist so mutig, so anders und doch so ein typisches Queens-Album geworden. Der Opener ‚Keep Your Eyes Peeled‘ mit seinen tiefen Gitarren und dem schleppendem Tempo, das fast poppige ‚I Sat By The Ocean‘, die großartige Ballade ‚The Vampyre Of Time And Memory‘, das bombastische ‚If I Had A Tail‘,…alles. Alles großartig!
  5. Arctic Monkeys – AM
    Josh Homme von den Queens hat an diesem Album der Monkeys wieder mitgewirkt. Und es ist vielleicht das beste Album geworden, dass sie je gemacht haben. Auch hier: alles großartig!
  6. Palma Violets – 180
    In Großbritannien wurde viel Trara um die Band gemacht, und das völlig zu Recht. Obwohl das Album nach hinten raus etwas schwächer wird, die Palma Violets sind ein Rohdiamant, und ‚180‘ ist ein Album voller Energie.
  7. Hanni El Khatib – Head In The Dirt
    Blues, Garagenrock, Rock’N’Roll – das sind die Zutaten, aus denen Herr El Khatib seine ansteckende Musikmischung zusammenmixt. Produziert vom Black Key Dan Auerbach ist ‚Head In The Dirt‘ ein wunderbares eklektisches Album mit lauter wirklich guten Songs.
  8. Unknown Mortal Orchestra – II
    Auch ‚II‘ bedient sich fleißig im Fundus der Popgeschichte, primär in den psychedelischen Sechzigern. Heraus gekommen ist ein eher leises, fast zerbrechliches Album mit wunderschönen Songs. Seinen besonderen Zauber entfaltet das Album für mich nicht zuletzt aufgrund des herrlichen LoFi-Klangs.
  9. Portugal. The Man – Evil Friends
    Gefühlt habe ich 2013 kein Album häufiger gehört als ‚Evil Friends‘. Ihr poppigstes Werk. Und für mich eins der besten!
  10. Bonobo – The North Borders
    Simon Green aka Bonobo hat es auch mit ‚The North Borders‘ geschafft, das hohe Niveau seiner Veröffentlichungen zu halten. Vor 14-16 Jahren hab ich sehr viel Downbeat gehört und gesammelt, mittlerweile bin ich etwas raus aus dem Genre. Bonobo muss ich mir aber immer kaufen und bin auch diesmal nicht enttäuscht worden.

Das sind sie, meine Alben des Jahres. Ich hab mich schwer getan, mich auf 10 Stück zu beschränken, denn Arcade Fire, The Darcys, Love A, Radkey oder auch Tocotronic haben ebenfalls ganz superbe Alben veröffentlicht. Und etliche andere auch. Wer weiß, was ich in 2 Jahren von diesen Top10 halten werde. Vielleicht würde ich bereits in einer Woche andere Platten raussuchen. Musik ist schließlich immer auch Stimmungssache…und jetzt klicke ich schnell den „Veröffentlichen“-Button, bevor ich ins Grübeln gerate.